Seit bereits 26 Jahren gibt es nun den AKK-Tanzkurs für Standard- und
Lateinamerikanische Tänze.
Wer nun mit Grauen an seine frühere Tanzschulzeit zurückdenkt, für den soll
an dieser Stelle mal die sagenumwobene Entstehungsgeschichte des AKK-Tanzkurses
gelüftet werden.
Angefangen hatte alles mit einer Bierlaune des Tanzkursgründers Sven Varsek,
an einem geselligen Kneipenabend im Dezember 1983. Da kam Sven nämlich das
Problem eines befreundeten Pärchens zu Ohren, das seiner baldigen Hochzeit ohne
Beherrschung jeglicher Tanzkünste entgegensah. Sven erklärte sich in nicht mehr
ganz nüchternem Zustand bereit, Abhilfe zu schaffen, und seine Freunde in die
aktuellen Gesellschaftsformen (zumindest im tänzerischen Bereich) frei vom
steifen Tanzschulen-Ambiente einzuführen. Der zufällig anwesende
AKK-Kulturreferent reservierte sogleich die Halle Alten Stadions, und die
Fachschaft der Informatiker veröffentlichte den geplanten Termin. Am ersten
Tanzkurs-Abend bekamen Sven und seine Tanzpartnerin Petra Hochstein dann
allerdings doch leicht zittrige Knie - denn statt der erwarteten Handvoll
Kumpels warteten ungefähr 100 Tanzwillige auf die erste Stunde. Inzwischen hat
sich die Anzahl verdoppelt, aus den improvisierten Anfängen mit Svens privatem
Plattenspieler ist mittlerweile eine feste Institution geworden.
Und der Erfolg ist kein Wunder, immerhin füllt der Kurs in der männerlastigen
und eher anonymen Karlsruher Uni eine wichtige Lücke. Nirgends sonst kann man so
unverkrampft neue Leute kennenlernen.
Schließlich geht es nicht um die Erlangung höherer tänzerischer Weihen,
sondern rein um den Spaß. Dementsprechend ist der Kurs seit Anfang an kostenlos,
eine Anmeldung nicht erforderlich, und ob man regelmäßig kommt oder nicht,
bleibt jedem und jeder selbst überlassen. Einen Partner braucht man auch nicht
selbst mitzubringen, an Tanzwilligen mangelt es eigentlich nie. "Es macht
einfach Spaß, und man lernt ständig nette Leute kennen!" ist dann auch die
Motivation für die Organisatoren, die seit Beginn ehrenamtlich arbeiten.